Komet von Hürth - Endstufe gezündet

Das letzte Jedermann Rennen für dieses Jahr in der Nähe von Köln heißt nicht ohne Grund Komet von Hürth. Wie im letzten Jahr war wieder Bert Grabsch am Start, der bei RV Komet Delia 09 e.V Vereinsmitglied ist. Als ich aber die anderen Teilnehmer am Start sah überwogen die Überlegungen vielleicht doch mal vorzeitig auszusteigen. Einer sah fitter aus als der andere und die meisten kannte ich von den Rennen des Jahres als "die üblichen Verdächtigen". Ein starkes Feld.....

Zum Start war ich wegen der Arbeit erst um 10 vor 4 erschienen. Ich dachte es ginge um 16.00 los aber sicher kann man nie sein. Ich hatte mich per email angemeldet aber bei dem Verein funktioniert die Internetseite insbesondere die Starterliste bei "Jedermann´" schon im zweiten Jahr nicht. Bei den Amateuren scheint das besser zu klappen wegen der Meldung über radnet. Aber egal, ich habe mich einfach nachtragen lassen, ohne Probleme und war Nr. 71.
Ein enger Kurs aber ein gutes Pflaster. Gute Fahrer, die Leute schauen interessiert zu und die Orga stimmt.

Umziehen Nummer anheften lassen und dann in die Startaufstellung. Zum Glück war die Arbeit mit etwas Radfahren verbunden gewesen, so war ich noch warm, denn es ging sofort los.

Marcel Sieberg für das Feld mit einem Derny Motorrad an und ich hing sofort hinten fest. In der 2. Runde nutzte Ingo Herrmann mit einem Kollegen die Situation um nochmal zu Beschleunigen. Sie konnten sich absetzen und Prämien einfahren. Das Tempo war mal wieder 40+ im Schnitt. Der Kurs nicht so anspruchsvoll wie im Vorjahr und insbesondere die schnellen Abfahrten und Steigungen fehlten. So blieb das Feld lange geschlossen. Ca. bei km 10 überraschte Daniel Knyss das Feld mit einem starken Antritt und bewies seine Klasse. Er schaffte den Anschluss an Ingo Herrmann und als die beiden Ausreißer von uns eingeholt wurden war Daniel tatsächlich enteilt.

 

Das Tempo war so hoch dass sich nur noch ungefähr 15 Fahrer halten konnten. Bert Grabsch machte schon mal Tempo aber eigentlich führten die anderen Jungs wesentlich mehr. Er setzte eine Attacke aber das entlockte den werten Hobby Fahrern nur ein müdes Lächeln. Ich hatte auch den Eindruck, das er eigentlich mehr den Sieg eines Fahrers vom Team Schmitter unterstützen wollte als davon zu fahren. So rollte er dann wieder mit uns weiter und sparte seine Körner für nächstes Jahr.
Lukas vom Team E-Plus Gruppe versuchte einmal weg zu fahren und wurde von einem Fahrer mit sehr ähnlichem Trikot wieder eingeholt :)
Sprinter wie Martin Grotewohl und Ingo Behrendt lagen immer noch auf den Hinterrädern der Tempomacher. Ab und zu versuchte es mal einer mit einem Antritt aber keiner kam mehr weg.
Der Regen setzte eine doch die Kanaldeckel blieben griffig. Die nun doch sehr kleine Gruppe bereitete sich auf das Finale vor und es wurde unruhig.
Immer noch war Daniel Knyss vorne und ich versuchte den Bert Grabsch ein bischen anzustacheln " jetzt mal Tempo machen, sonst wird es nachher im Sprint zu eng".
Aber das machten dann schon die anderen und wir flogen ins Ziel (diesmal ohne Sturz).

Ingo Behrendt lag dann ziemlich vorne, wir mit ca. 10 Mann dahinter (Ergebnisse folgen).

Bert Grabsch hat nicht viel fahren können wegen seiner Verpflichtung für die National-Mannschaft und hielt sich aus dem Sprint heraus soweit ich das von hinten sehen konnte.
Klasse, wenn man nach so einer langen Profikarriere noch im Renngeschäft dabei sein kann und den Übergang schafft, auch wenns auf die Form bei Hobbyrennen geht. Er fand das Erste auch und seine Fahrweise heute war dementsprechend gelassen und kollegial.

Daniel hatte seine Flucht mit ca. 20 Sekunden Vorsprung nach Hause gefahren. Tolle Leistung.
Und es war wohl knapp gewesen, denn wir hatten ihn vorher nie sehen können.

So konnte er sich schon im neuen Teamtrikot von Merkur Druck den letzten Baustein zur Jedermann Wertung 2011 abschiessen und gewinnt die Jahreswertung, den Kometen von Hürth und meinen Respekt für so eine lange Solofahrt mit einem 43er Schnitt (geschätzt).

Daniel wußte nicht wie schnell er war (keinen Tacho dran) und ich habe so ein Gerät auch schon länger nicht mehr bei den Wettkämpfen dabei.

Ein versöhnlicher Abschluss nach Höhen und Tiefen im Jahr 2011 und Grüße an alle verletzten Kollegen aus dem German Cycling Cup, insbesondere an den Löwen von Weimar und unseren Dirk. Wenn die alten Carbonreste in der Mülltonne und die neuen Renner unter dem Weihnachtsbaum stehen, dann könnt ihr wieder lachen und Eure Schauermärchen erzählen. Und ich muss mit meinem alten Rad weiterfahren :)
Bald seid ihr hoffentlich wieder dabei.

Einen Dank an Komet Delia für den Jedermann-Wettkampf.

Bericht Frank Schweinheim

Kommentare

schöner bericht - nur 1 anmerkung:
war das nicht eher ralph grabsch? der wohnt doch auch in hürth...
mit radsportlichen grüßen, weepee

ralf ist schon richtig

das war ralf grapsch un er ist mitglied beim RC Schmitter und nicht Komet Delia.

ich hoffe ralf war richtig. sonst korrigiere ich es gerne. ich habe mich gefreut in dem rennen mit ihm und den anderen jungs zu fahren. war schnell, fair und technisch gut gefahren. ein schöner abschluss.