43er-Schnitt in Brühl-Schwadorf

43er-Schnitt in Brühl-Schwadorf

Mann war das schnell.
Kurze Anfahrt, winkliger Kurs, starkes Fahrerfeld und ganz viel Engagement von den Veranstaltern. Das war die Mischung um ein Hobbrennen so richtig attraktiv zu machen. Da habe ich so richtig Lust bekommen in die Pedale zu treten.

Vor dem Rennen begenete ich Wolfgang Schaaf vom Challenge-Magazin, der längere Zeit verhindert war und nun wieder mit seinen Bildern und Berichten den Jedermannsport bereichern kann.

Manchmal merkt man schon bei der Anmeldung, das der Wettkampf super wird. Das liegt an den Menschen, die sich da so viel Mühe gegeben haben alles zu organisieren.

Beim Einfahren wurde schnell klar, das einige Autos nicht von der Strecke gefahren würden. Der Kurs war winklig und die Autos erhöhten die technischen Anforderungen hinter den Kurven.

Als letzter holte sich Enrico Muax seine Nummer ab und alle warteten gerne noch ein paar Minuten auf ihn. Dann gings los.

Mit dem Startschuss attackierte Martin Grotegut (RC-Durch). Ich fuhr nach einiger Zeit hinterher und das Fahrerfeld folgte geschlossen. Dies war ein Anzeichen für die Stärke der Verfolger.

Das Team Drinkhut, das Roeltgen-Cycling Team, die E-Plus-Gruppe und der RC-Durch waren mir schon bekannt. Diesmal waren aber auch einige Locals aus Brühl vertreten, die einschlägige Erfahrung und Erfolge im Radsport vorweisen können. Und es sind auch ein paar neue Gesichter in der Szene aufgetaucht, die eine überragende Physis aufweisen.

Beim ersten oder zweiten Prämiensprint zeigten sich die Anwärter auf den Sieg. Ingo und Ingo sprinteten zur Prämie und ich sah erstaunt zu wie Ingo Hermann (Roeltgen) dann in der Kurve geradeaus fuhr und aus dem Rennen ausschied.

Der starke Ingo Behrend (Drinkhut) fuhr weiter und ich folgte. Nach kurzer Zeit war das Feld wieder geschlossen und der nächste Prämiensprint wurde angesagt. Ich fuhr eine Runde vorher richtig schnell an und wurde ohne Probleme von Ingo Behrendt und und Martin Schulz von der E-Plus Gruppe eingeholt. Die Kurve war eng und es hatte zu regnen begonnen. Da hatte ich ein bischen viel Speed drauf und fuhr sicherheitshalber rechts auf den Bordstein.

7. Sinn?

Links vor mir stürzte Ingo dann am Hinterrad von Martin und ich rollte über den Bordstein weiter. Mit dieser Prämie war es wohl wieder nichts gewesen. Aber 2 Favoriten waren nun schon draußen.

Die nächsten Runden dachte ich an meine Verletzungen von Rund um Rheinbach (bei Regen) und sah im Vorbeifahren wie Ingo sein Rad in den Wagen packte. Wir fuhren weiter und es wurde wieder schneller.

Der Kurs war richtig gut zu fahren. Die Kurven konnte man sehr schnell nehmen und einen kleine ansteigende Passage brachte ein wenig Abwechslung in die Führungsgruppe.

Manche versuchten mal weg zu fahren - ohne Erfolg. Ich erhöhte von Zeit zu Zeit und attackierte aber ich kam auch nie weg. Es konnte sich einfach keine richtige Gruppe bilden und so fuhren wir in die letzte Runde mit fast 15 Fahren ein.

Das wars dann für mich. Die Saison ist noch lang und es warten tolle Rennen wie Rad am Ring oder der Rider Man. Da war mir die Spitzengruppe ein wenig zu wild und auch zu stark um beim Sprint mitzufahren.

Und tatsächlich haben sie sich fast noch in der letzten Runde hingelegt. Ich konnte alles schön beobachten weil ich schon ganz hinten mit rollte.

So kam noch ein Reifen von der Felge lautes Schreien aber niemand stürzte. Die Sieger und auch viele, die nach Veranstaltermeinung das Hauptfeld gebildet hatten wurden dann reich beschenkt für ihre Sprinterfolge.

Ein Dank an die Veranstalter, die damit nicht nur die Spitzengruppe wertschätzten. Ich war voll zufrieden weil ich mal wieder ein richtig schnelles Netto-Zeit-Rennen gefahren war (43er-Schnitt). Es macht mir einfach Spaß zu attackieren und das Tempo chronisch hochzuhalten auch wenn man bei den Prämiensprints dadurch oft nicht so gut abschneidet. Irgendeiner ist halt immer am Hinterrad und stärker. Und das war heute deutlich. Es hielten trotz der hohen Geschwindigkeit einige Hobbysportler locker mit und sie konnten zum Schluss noch etwas zusetzen. Starke Leistung.

 

Ergebnisse folgen später.

 

 

 

Bericht Frank, alle Bilder zur Verfügung gestellt von Wolfgang Schaaf (vom challenge-magazin.com)

Kommentare

toller bericht, da kann man radsport riechen.
danke gg